Mein Wahrnehmung

Wenn ich ein oberflache sehe die is glatt muss die anfassen muss immer alles anfassen ws glatt aussieht. Geh uberall hin fass das an autos die fur mich gut ausshn gegenstande. Ein betreuerin von mir hat immer ganz oft interessantes sachen bei die ich alles immer anfassen muss. Würd niemals ein rauhe oberflache anfassen. Wenn das nich geht zieh mein armel uber die hand und fass damit an.
In der werkstat hat heut ein betreuer mit farbe gemalt acryl. Musste die farben anfassen und tuben. Reicht nich das zu sehn. Muss die farben anfassen und riechen. Fruher hab ichdas auch in den mund genommen aber heut nur selten noch. Einmal sand zum beispuiel probiert vor zwei wochen das war ein sehr sehr guter sand. Weich weiß und salzig. 😀 Weiterlesen

Die Wahrnehmungsverarbeitung

Einige autistische Kinder wurden einem Hörtest unterzogen, weil sie nicht auf Ansprache oder laute Geräusche reagierten. Die Hörtest ergeben jedoch regelmäßig, dass die Kinder gut hören, und viele von ihnen hören zuhause auch kleinste Geräusche wie das Rascheln von Bonbonpapier im Nebenzimmer. Die Wahrnehmung von Autist_innen ist also meist “normal” – es ist die Wahrnehmungsverarbeitung, die ungewöhnlich ist.
Autist_innen neigen dazu, sich sehr stark auf eine einzelne Sache (z.B. eine bestimmte Tätigkeit) zu konzentrieren und sind dann “wie taub” für den Rest der Welt und bekommen nicht mit, was um sie herum passiert. In Situationen, in denen sie keine Möglichkeit haben, sich auf eine Sache zu konzentrieren, sondern mit vielen wechselnden Reizen konfrontiert sind (z.B. im Supermarkt) sind manche Autist_innen schnell “überladen” von Reizen, da sie diese weniger stark filtern als Nicht-Autist_innen. Von den Millionen Reizen, die jeden Moment auf unsere Ohren und Augen treffen, nehmen wir nur einen kleinen Bruchteil bewusst war, den Rest “filtern” wir aus. Wenn die Wahrnehmungsverarbeitung weniger stark filtert, muss das Gehirn mehr Reize verarbeiten, was in lauten, hektischen und unstrukturierten Umgebungen schnell in Stress ausartet. Vor allem Kinder reagieren darauf mit Wutausbrüchen, deren Anlass für die Eltern wieder einmal nicht erkennbar ist. Andere schotten alle Reize ab und sind dann erst einmal nicht mehr ansprechbar. Manchen Kindern gelingt es, sich für eine begrenzte Zeit zusammenzureißen (z.B. in der Schule), sie agieren den Stress dann aber später aus. Weiterlesen