Autismus und Ambulante Operationen von Steinzeit-Planet

Hatte am 27.08. eine Zahn-Op, da ich es nicht gut beim Zahnarzt aushalte und viek gemacht werden musste. Auch zwei Schneidezähne ziehen und…..ich bin da sehr empfindlich, schon immer sehr. Sowas darf ich nicht mitbekommen. Ich werde dann ohnmächtig, oder es kommt garnicht erst zu dem termin, weil ich for zu starker Angst das verweigere, weil es mir so schlecht geht. Es fühlt sich dann als würde mir sterben an, ganz schrecklich.

Nun war jedenfalls so einiges nötig wieder und somit wurde ich unter Narkose gesetzt. Ich habe schon über 10 Ops in der Kindheit gehabt und bis auf einmal nie die Narkose vertragen. Dieses Mal habe ich es zum Glück vertragen, weil das teure Mittel genimmt wurde. Und da in dieser ambulanten Praxis hatte ich echt Glück, das das ganse Personal so nett und einfühlsam war. Das war mir total neu, so war es nie.

Die Narkose wird gelegt. Mit der Begründung, das mich Autist bin, durfte Mama mit in das Op, bis ich schlafe. Das wurde so tol gemacht, sonst war immer wo gefühlskaltes personal un mich mit riesen gros angst vor sterben und das was passiert und der Narkose. Sonst raste mein Herz so dolle und schnell, das ich dachte jetzt sterbe ich, alles war so fremd, noch bedrohlicher, so eine qual im Körper. Doch die Narkoseärztin erklerte alles ruhig, statt das einfach gemacht wird. Und sagte mir, das sie das Mittel langsam spritzt. Im ersten Moment kurz es war gans leicht das Herzrasen, aber ich glaube das war nur die Psyche, denn es war dann nur das die Augen immer wieder kurz zu gingen, wieder auf, zu…und weg war ich. Alles erträglich, entlich eine positive Erfahrung. Und ich musste nicht wie sonst hinterher Spucken, sondern konnte schnell Nahrung zu mir nehmen, was ich auch sollte. Und ich habe es vertragen.

Es war gut, das ich der erste Patient war.

ABER: Für einen Autisten sein es die Hölle pur, wen man in ein Aufwachraum mit 4 ander erwachenden Patienten sein mus. Da waren so Vorhänge, die nur 2/3 neben sich verdek haben und man der Beine neben sich sah. Mich nervte das ich alles beobacht musste und ich war genau am Raumanfang. Eine die als vorletzte aus der Op kam, sein panisch aus der Narkose erwacht und hat rumgeheult und schmerzen (konnte sie nicht haben durch Schmerzmittel) und komisch Dinge geredet und war soooo laut. Dann wurde staendig wo geredet, oder das Personal lief durch den Raum, ob bei sonste wem alles gut sein. Einer der Operiert wurde fand cool den, der wollte gleich wieder aufspringen und los. Aber durfte nicht, mich auch nicht, obwohl meine Mama ja mit bei mir war. Im Raum waren auch zwei Uhren, die so schmerzend laut getickt haben. Und mein innerliche Bombe tickte auch, immer lauter, immer mehr…. Aber ich musste mindestens 3 Stunden da bleib, zu deren Sicherheit. An Anfang war noch aushaltbar, weil froh und dankbar war, das mich nicht erbrechen musste. Und auch noch irgendwie benebelt vom Narkosemittel. Aber je länger ich dort warten musste, desto quengeliger wurde ich. Diese ganzen Menschen, dieses Gewusel, der Geräusche die fur mir Lärm sein, das ständig Personal kommt, was lieb ist aber mir zuviel, das Türen auf und zu gingen, die Gespräche, nach der Op stand das Bett an einer anderen Stelle, offene Fenster an befahrenen Strassen, die Fremden Stoffe im Bett, die Gerüche…. Ich bin fast explodiert, aber Mama hat am Ende dann geschafft, das wir gehen konnten. Bevor ich explodirt war. Aber ich wurde als Mama das Auto aus dem Parkhaus holte ungeduldig, nervös, unruhig, weinerich….plötzlich war ich allein, kein Zeitgefühl und es schien mir fast, als sei Mama abgehauen, ich fühlte mir alleine und verloren. Alles war noch schlimmer, weil ich es schon so lange ertragen musste, 3 laaaaange Stunden und dann fehlte Mamas Schutz, was es verstärkte. Bevor Mama ging, fing ich schon an auf das bett einzuschlagen und zu treten und ich war wieder kurz davor. Dann kam mama endlich und bevor die Explosion komplett ausbrach, war ich schon in auto und es war ruhig. Und sie musste mit mich noch zu Denns fahren, mir meine Linblings-Roh-Vegane-Schokolade kauf. Schoko-Erdbeergeschmack, erinnert bischen an Yoghurette, nur ohne ekelig Zucker und Milchgeschmack.

Ich hoffe, wenn ich wieder eine ambulante Op ertragen muss, das sich darum gekümmert wird, das ich entweder sofort nach Hause kann, oder das ich gefelligst alleine in einem Raum bin und vorher abgesprochen wird, in welche Abstände jemand reinkommt, damit mir darauf einstellen kann. Damit wenigstens das Umfeld ein bisschen berechnungsbarer ist. Damit weniger Geräusche sind. Das ich den Raum vorher so einrichten kann, wie es für mich gut ist (keine Uhren, Fenster zu,…) und das ich nach der Op auch am selben Platz das Bett stehen habe.

Steinzeit-Planet

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4 Kommentare zu “Autismus und Ambulante Operationen von Steinzeit-Planet

  1. Hallo! Ich freue mich sehr, dass du mir von deiner ERfahrung berictest. Ich habe zwar nicht so schlimme angst vor zahnarzt als institution (habe eine ganz liebe, die auch mit angstpatienten arbeitet), aber immer vor den ärzten selber. sie meinen zu wissen was los/defekt ist, aber ich habe immer schon sekunden nach bemerken des schadens/schmerzen eine vermutung und verfeinere diese bis zum termin. so komme ich mit einer liste, dich ich abgeklärt haben möchte. (sonst würde ich ohnehin kein wort rausbekommen. ich bin teil-mutist was das angeht. also ich kann zwar allerlei sagen, aber nur das, was rational vorher auswendig gelernt wure. und davon vergesse ich die hälfte.) das versteht nur sie einigermassen.

    so. und wenn ich mal was größeres haben muss werde ich wohl auch eine vollnarkose anstreben. habe immer so irre probleme die geräusche im kopf zu ertragen (bohrer, knirscen, was auch immer).

    was wurde mit dn gezogenen zähnen gemacht? du kontest dann tatsächlich harte bitterschokolade essen??? Wow!

    • Hej,

      die gezieht Zehne in Mull sein, hab jes erstmal noch Profisorien darauf, bis abdruk war fur richtige bruke un krone anfertig.

      Toll, das du has so ein. hab auch ein zanarz wo fertrau enlich, aber das trozdem ales sufil.

      nein mich beis nie schokoloade mach imer klein stucke mich un es dan. schokolade lutsch mich imer, nich kau. un roh vegan schokolade heis nich das so hart zartbiterschokoladem, da geb gans fiel es. un mein lieblingsschokolade sein gans weich un zwarschmelzend. 🙂

      • hey du, ich kenne vegane schoki sehr gut, mag die weisse. 🙂 raw chocolate ist bei unserem bioladen immer dunkel und mega hart, aber schmelzen tut ja auch die. so mache ich es auch sehr gerne, das mit dem schmelzen und portionieren, aber ich habe, wenn ich schokolade esse, meist kompensationsdruck und schlinge, aus angst und not. meistens wenn ich nach hause komme und der druck des draussengewesenseins erst richtig spürbar wird. nervt mich allerdings RICHTIG. denn genuss ist das dann nicht :/

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