Weinachten 2014 von Steinzeit-Planet

Das erste Mal in meinem Leben habe ich schöne Weihnachten gehabt. Ohne Angst, ohne Überanstrengung, ohne Overloads und ohne Ausraster, ohne Streits. Sogar Stiefpa gesagt hat „fiel besser“, als ich einen Moment habe den Raum verlassen. Aber das klappt nur mit dem Roger Pen so toll.
Das erste mal dort habe ich mich nicht bedroht gefühlt und irgendwie auch ein bisschen wohler. Vielleicht sogar akzeptierter? Ich bin das erste Mal nicht der Tyrann gewesen, der Teufel der meiner Meinung nach in mich sein muss….warum sonst sollte man mit allen Therapien die es für mich gab versuchen mich zu misshandeln. Ich habe nicht Weihnachten zerstört.

Alle habe ich hören und verstehen können, kaum ein Wort musste ich raten, weil es ohne FM einfach wenig in meinem Gehirn ankommt.
Dieses haus dort ist laut (direkt Bundesstrasse for der Haustür, 200 Hühner und Laufenten die ich immer höre im ganzen Haus- stell dir vor du bist mit 1.000.000 Uhren und noch mehr in einem kleinen Raum umstellt von diesen und alle Ticken wie der Menschen Herzen in ihrem eigenen Rhythmus) und doch habe ich die Menschen gehört die versucht haben mit mir zu kommunizieren. Klarer als jemals zuvor durfte ich deren Stimmen nun hören. So eine neue Klangwelt und plötzlich klingen ihre Stimmen irgendwie „weicher“, freundlicher, nicht so böse. Entlich hat es geklappt, das wir alle friedlich im Miteinander sein konten. Der Wunsch besteht seid meiner Kindheit im ganzen Leben.
Früher als dort ich habe gewohnt gab es täglich Streits, hatte mir Zusammenbrüche, Wutausbrueche, ich war unberechenbar in mein Art und Handlung… mein Stiefpa hat mich sogar bedroht…

Ich konnte Gespreche führen mit 3 Menschen in 1 Raum. So eine neue Klangwelt. So funktionierend. Und erleichternd keine Angst for der nächsten Bedrohung zu haben. Dem nächsten Streit. Ich bin da der Teufel, der Tyrann. So hatte ich immer Angst vor mir selbst was passiert. Ich kann es doch selbst nicht vorhersehen was andere machen was passiert ohne das ich es kontrollieren kann. Was anders ist, nicht nach Plan läuft. Was ich wieder für Worte raten muss, fremde Geräusche kommen. Ich kann die Welt nicht lenken wie beim Computerspiel die Sims. Leider. Aber ich versuchs oft immer wieder, vergebens. Dabei sein das doch nur der Wunsch nach Sicherheit. Doch es klappt nicht….und schon bin ich wieder der Tyrann, der Teufel in Menschengestallt.

Geplant war, das ich alleine Mittagesse um Pause und Ruhe zu haben. Aber zur Überraschung Mama und Stiefpa (und auch meine selbs) habe ich gewünscht gemeinsam zu speisen. Ich habe es gehasst (Stiefpa spricht sehr fiel, kann nicht gut die Klappe halten, spricht Sachen die ich nicht verstehe und sonst mit Kreislaufproblemen zu kempfen hatte) früher mit denen zu essen weil es mir scheisse ging mit dem vielen Gerede zu den vielen Geräuschen. Alle hatten wir Angst vor meinem nächsten Ausraster. Doch diesesmal war es angenehmer, ich wusste garnicht das es geht mit denen Zeit zu verbringen ohne das wieder die Gefahr besteht einen grossen Familienstreit zu verursachen. Ohne das mir gedroht wird weil ich ein Tyrann sei. Ohne Kreislaufprobleme (abgesehen vom allgemein Weihnachststress bedingten Durchfall). Es war machbar. Mama sagt, das Stiefpa sich wohl sehr darüber gefreut hat. Und ich bin aber im Glauben das er mich hasst (wie soll man mich mögen wenn der Teufel in mir ist, ich ein Tyrann bin….).

Bei meiner Freundin und Klavierlehrerin und ihrer Freundin, da war so das mir erstmal zurechtfinden musste mit dem Roger Pen doch dann ging es super. Konnte mich wohlfühlen und viel angstfreier sein. Nur durch den Stift habe ich es gewagt diese erste Einladung in mein Leben anzunehmen und es zu versuchen. Ohne hätte wieder die Angst gesiegt, die Ohnmacht. Doch es hat geklappt. Es war ein anstrengender(noch andere Faktoren auser das mit den Ohren), aber total schöner Tag. Ich konnte Unterhaltungen führen mit 2 Menschen zur gleichen Zeit, wo ich sonst mit einem Menachen (ohne Fm) schon immer total an meine Grenze komme. Was mich immernoch irritiert, das ich mich mit Roger Pen sogar getraut habe manch Frage zu stellen, was ich sonst niemals schaffe. Und das obwohl ich einen Menschen an diesem Tag erst habe kennengelernt. Und am Ende mit meiner Klavierlehrerin sogar noch gemeinsam Weihnachtslieder spielen zu können war wunderschön. Mit Roger Pen hat es toll funktioniert und es war eine große Freude denn schon lange sein es ein Wunsch von mir gewesen.

Bei Terminen war ohne Stick das meine Bezugsperson hat mein Mikro dran (mag es nicht Fremden geben und dadurch die Sicherheit verlieren wenigstens meine Bezugsperson richtig zu verstehen), aber die andere Person verstehe ich wieder kaum. Merke mir nichts, vielleict einzelne Worter, das aber total zusammenhangslos. Bin überanstreng und bekomme Kopfweh bis hin zu Kreislaufproblemen- totaler Stress wieder. Durch diese ganze Anstrengung bekomme ich dann auch wenig von meiner Bezugsperson gemerkt. Ich bin dann sauer hinterher auf mich, weil ich wieder so ziemlich alles nachfragen muss. Dieses dummsein gefuehl macht depressiv, traurig, wuetend, selbsthassend, lehmend, verzweifelnd. Ich bin dumm, ich mir nichts merken kann….ich muss alles nachfragen. Trauer, Wut, gegen Wände schlagen um diesem Schmerz einen weg rauszulassen. Dabei angst um meine Finger haben, drn ein Bruch hiesse ich kann nicht meine Entspannung im Klavierspiel finden.

Mit dem Roger Pen aber hoere ich alle gleichzeitig, die um mich rum sind und mir geht es gut dann.

Ich habe riesen grosse Angst schon wieder….ich habe Angst vor den Terminen die mich erwaten. Vor allen Gesprächen mit mindestens 3 Personen. Kreislaufprobleme, Angst mein Kopf überhitzt total. Familiengespräche, Gespräche mit Therapeuten und Betreuung zugleich, Arztbesuche, all das kommt jetzt viel auf mich zu. Vermutlich fast wöchentlich. Wenn ich das aushalte und zu lassen tue…denn die Angst….sie ist so gross. Ich will heulen um den Druck abzubauen. Stattdessen schlage ich mit den Fästen gegen Türrahmen und Wände und habe dabei Angst um meine Finger, denn ich will mir nichts brechen (brauch doch mein tägliches Klavierspiel am Morgen) ich will nur dieses innere Gefühl von sterben loswerden. Diese Angst. Diese Wut. Diesen Schmerz der mir tausende Messer in den Korper rammt. Mich lehmt. Mich zu etwas macht was mich Kraft kostet, weil ich die Ruhe in mir liebe die nicht so anstrengend ist.

Diese Unterschiede zu erleben wahrzunehmen tut sehr weh, immer wieder…es frustriert immer wieder diese fiesen Grenzen in meinem Leben. Ich bin Autist…oft frag ich mir…“was kann ich eigentlich?“ „warum strängt mein Leben so an? “ Warum…Warum…Warum…

Mir habe schon jetzt Angst. Bruder hat arbeiten müssen zu den Feiertagen und wir machen zu Dritt (Mama Bruder Ich) einen Ausflug in eine Gross-Stadt. Hab Angst weil 2 Personen mit mir und nur 1 Mikro (Bruder und ich oft streit hatten, möcht so gern mit ihn unterwegs sein ohne Streit. Hättebich ihn solange nicht gesehen, ich würde es garnicht zulassen. Dafür kommt er mit aber wird schon früh eieder gehen. Zum Glück ist er alleine Lebensfähig und kann sich alleine auf Reisen machen).

Hätte ich diese ganze Anlage als Kind schon gehabt, es hätte wohl um einiges weniger Eskalationen in der Familie gegeben die zu fast Trennungen der Eltern führten (jetzt sogar mit Stiefpa- Erzeuger und Stiefpa, ebenso die kurzen Beziehungen dazwischen, ich war immer das Problem), Pruegeleien, Overloads, Streits, Problemen….der Gedanke macht grad wieder Wut. Das ganze Leben macht Schmerzen ohne Ende.

Es macht mich traurig das ich nur 1 Mikro habe. Dadurch kann ich nicht auch einmal einen Ausflug mit Mama und Stiefpa machen. Oder mit Mama und meinem Bruder den ich so vermissen tue, obwohl wir oft streiten. Aber seid meine Schwester tot sein, ist ja nur er mir geblieben. Es eskaliert ja immer nur. Streit. Probleme. Seelenschmerz. So schade das er nicht Heiligabend da sein konnte und seinen kleinen Bruder das erste Mal angenehmer hätte erleben können.
Familie macht gerade für einen Autisten soviel aus. Es ist das wertvollste was ich als Autist besitze. Denn Mama und mein Bruder lassen mich niemals im Stich. Sie haben mir lieb, so wie ich bin, auch wen ich kompliziert bin, anstrengend und schwierig….und bei Zeiten warscheinlich auch wirklich mal ein Tyrann. Dabei könnte so vieles anders sein. So vieles einfacher. So vieles schöner. Friedlicher.

Steinzeit-Planet

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